AKTUELLES
(castrop - rauxel, 9. februar 2009) War eine sehr schöne Zeit in Kiel. Wunderbare Proben mit einer höchst engagierten Schauspielerin. Danke Anke! Ein Theaterleiter, welcher in Sachen Betreuung und Unterstützung die Note EINSPLUS mehrfach verdient hat. Und ein tolles Team. Nicht zu vergessen ein geiles Hotel. Und schließlich eine Premiere, die rockte - privater Szenenapplausrekord! - und eine entsprechende Kritik. Und eine Zweite. Der Abschied fällt leicht, wenn man weiß, es gibt ein Wiedersehen. Die Fotos zum Abend sind von Herrn Eisenkrätzer aus Kiel.Heute wieder ein anderes Hotel. In Castrop - Rauxel. Und: Huch die Krise. Letztes und vorletztes Jahr gaben sich hier noch Bundesligakicker und Geschäftsleute die Klinke in die Hand. Heute morgen ein geschlossener Frühstückssaal. Drei einsame Hansel sitzen in der Hotelbar an vier gedeckten Tischen. Rührei nur auf Anforderung. Ok, war Montag und Glos geht in Rente. Nun denn. Mittwoch und Donnerstag dann zweimal Rheda - Wiedenbrück. Kultur muß. Und die wenigen Stunden zuhause wie immer wunderbar und mit Zukunft.

(kiel, 30. januar 2009 )
Heute dann das.
Vorbericht hier.
Und hier auch.
Auf dem Foto links:
Anke Pfletschinger bei der Arbeit.

(kiel, 29. januar 2009 )
Gestern das.
Kritik hier.



(kiel, 22. januar 2009) Wer zeitweise keine Heimat hat, muß eine finden. Wenige Schritte vom Theater entfernt: eine Zeitreise. Eine Kneipe mit dem - "Trifft man den Kern der Sache besser?" - zielorientierten Namen "Bierstube". Der 70 jährige Wirt - Sproß einer angesehenen Hoteliersfamilie aus Blankenese - namens - "Darf man als Wirt so heißen?" - "Bubi" hat eine Angewohnheit. Er kann nichts wegschmeißen. Also weiß er um den Wert der Dinge. So gibt es also Getränke zu Preisen aus den 80ern im Ambiente der frühen 70er. Richtig schön. Wobei das "Herrengedeck" eine nordische Eigenart ist, die es begrenzt zu feiern gilt. Die Öffnungszeiten - von sieben früh bis sieben spät - helfen dabei. Es gibt ja auch einiges zu tun. Nächste Woche erstmal den "C-Schauspieler".
(kiel, 20. januar 2009) Seit knapp 2 Wochen wieder in Kiel. Die Proben zu "Männer und andere Irrtümer"
laufen und machen Spaß. Und: Der Norden und sein trockener Humor erfreuen mich immer wieder. Zwei Nachträge noch zu unerfreulichen Restlasten aus dem Jahre 2008.
Zum einen: In Wuppertal haben sie es auch im dritten Anlauf nicht geschafft mein Erstlingsstückchen "Rauchpause" zur Uraufführung zu bringen. Ich habe den Verlag gebeten, den Beteiligten die Rechte zu entziehen. Ich denke aber auch, das Thema ist durch. Hat trotzdem weh getan.
Zum anderen mußte ich, in meiner Funktion als Regisseur, meine weitere Zusammenarbeit mit den Festspielen Oppenheim nach 3 Jahren aufkündigen. Hat diverse Gründe. Da ist eine "Stadt" und ihre "Politiker", welche die Festspiele im wesentlichen für Machtspielchen nutzen, anstatt ihre sowieso begrenzten Mittel zu bündeln und im Sinn des Produktes - Hallo! Kunscht!! - an einem Strang zu ziehen. Da ist ein künstlerische Leitung, die sich entweder vor irgendwelche Karren spannen lässt oder sich raushält. Dies finde ich wiederum fatal, weil man so eine Debatte nicht prägt, sondern sich ihr ausliefert. Man gerät in die Defensive, wenn man Diskussionen scheut, weil andere das umso lauter ausnutzen. Und da waren noch die - jenseits des positiven Ergebnisses - recht unangenehmen Erfahrungen mit Teilen des Ensembles bei der Probenarbeit zum "Bandscheibenvorfall" im letzten Herbst, die mich von einer weiteren Arbeit in dieser Personenkonstellation Abstand nehmen ließen. Insofern traurig, als die Idee die Jubiläumsfestspiele Oppenheim 2009 mit "Kunst der Komödie" zu eröffnen, auf meinen Mist gewachsen ist. Und zudem schmerzhaft, weil es halt auch die gibt, die man vermissen wird.
Hilft alles nix: Keep on keeping on. Ohne Leber in Salbei. (Ein Insider oder: Man weiß ja, wer hier irgendwann vorbeischauen wird.)
Und natürlich Dank und mehr an Angela für die wunderbare Digitalkamera zu Weihnachten, mit der ich jetzt meine Bildchen - siehe links oben - selber schießen kann.
